Hach je, schon wieder der zweite Post heute.
Neben all den schlechten Gefühlen, die mich nicht loslassen, gibt es noch etwas um das sich meine Gedanken zur Zeit drehen.
Ich bin vor kurzem 20 geworden. Um genau zu sein vor fünf Tagen. Wenn ich so an die letzten Geburtstage zurückdenke, waren das immer Ereignisse von denen noch Wochen später erzählt wurde. Von diesem Geburtstag wird keiner mit Tränen in den Augen vor Lachen erzählen, denn er hat eigentlich gar nicht stattgefunden. Bis heute habe ich nicht gefeiert, mich nicht belohnt, mir nichts gegönnt. Seit geschlagenen fünf Tagen überlege ich, was ich mir von dem Geld was ich bekommen habe, kaufen soll. Ein Tattoo? Nein viel zu gewagt. Es ist ja nicht so, dass ich mir das Motiv schon vor mindestens fünf Jahren ausgesucht hätte.
Nein ein Tattoo wäre konsequent, eine finale Entscheidung für etwas und gegen etwas anderes. So viel Entscheidungsgewalt traue ich mir selbst nicht zu.
Meine zweite Idee wäre ein zweites Longboard. Eins um meine Technik zu verbessern, um raus zu gehen und Spaß zu haben. Aber nein, auch das ist ungeeignet. Ich habe bereits Tage auf einschlägigen Seiten verbracht um das perfekte Modell für mich zu finden. Nur um festzustellen, dass ich mich auch hier nicht entscheiden kann. Doch insgeheim weiß ich auch, dass es egal ist welches ich mir aussuchen würde. Ich würde nicht fahren und wenn doch hätte ich zu viel Angst etwas neues auszuprobieren, dass ich nur auf meinem jetzigen Level stehenbleiben würde.
Jetzt sitze ich hier und anstatt mir etwas gutes zu tun und mir etwas zu kaufen, was mich glücklich machen würde, verharre ich lieber in Selbsthass. Selbsthass weil ich mich nicht entscheiden kann, weil ich nicht gefeiert habe und weil ich meine Zeit vergeude. Yay Happy Birthday to me...
Samstag, 28. Mai 2016
Hülle ohne Kern
Moin, würd ich mal sagen.
Ich habe lange nicht geschrieben. Viel zu lange. Auch nicht als es mir dreckig ging. Naja jetzt versuche ich es nochmal.
Seit dem Beginn des Semesters hat sich ein kleines mieses Vieh bei mir eingeschlichen. Zuerst habe ich es toleriert, links liegen gelassen. Ich dachte es würde sich vielleicht jemand anders suchen. Aber es blieb und breitete sich immer weiter in mir aus. Und jetzt wo es sich wohl fühlt, will es auch nicht mehr weg. Ja die Einsamkeit wohnt jetzt mit mir.
Früher habe ich Einsamkeit als etwas schönes empfunden. Als Gegenpol zu täglichen sozialen Interaktionen (die mich übrigens überfordern). Aber mittlerweile ist es ein Dauerzustand geworden.
Ich glaube es begann als meine Mitbewohnerin und beste Freundin in eine Beziehung kam. Ich freute mich für sie und auf der anderen Seite wusste ich, dass mir damit ein Stützgerüst Stück für Stück zusammenbrechen wird. Tja mittlerweile genießt sie ihr Leben, geht feiern, trifft sich mit neuen Leute und hat Spaß.
Währenddessen sitze ich Tag für Tag, Stunde um Stunde hier an meinem Schreibtisch. Ich plane, schreibe, dokumentiere und lerne. Mein Tag besteht aus 8-12 Stunden die ich alleine mit Praktikas und Vorlesungen verbringe. Wenn ich nach Hause komme, geht es weiter. Irgendwann gegen um zehn gehe ich dann schlafen,damit ich am nächsten Tag auch wieder genauso viel leisten kann.
Nur zur Erinnerung: meine Mitbewohnerin genießt ihre Jugend in vollen Zügen.
Ich kann ihr nicht die Schuld dafür geben, dass wir uns voneinander entfernen. Ich bin es ja, die sich Tag für Tag mehr abschottet, weniger spricht und aufhört sich für ihre Geschichten zu interessieren.
Und so muss ich verzweifelt feststellen, dass die Einsamkeit sich nicht mich ausgesucht hat, sondern dass ich ihr Tür und Tor geöffnet habe.
Doch nicht nur von meiner Mitbewohnerin habe ich mich distanziert. Jeden Tag bin ich von genügend Menschen umgeben, die dasselbe Studium durchstehen müssen. Einige davon würde ich sogar vorsichtig meine Freunde nennen. Doch auch unter ihnen fühle ich mich nicht zu Hause. Ich fühle mich nicht, als wäre ich in Gesellschaft, sondern als würde ich schauspielern. Mit einer Maske überm Gesicht zeige ich Emotionen, doch eigentlich interessiert es mich gar nicht. In Wahrheit sprechen sie mit einer Kunstfigur und ich bin faktisch allein.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt könnte man meinen. Doch so ist es nicht. Ich habe das Gefühl, als könnte ich nicht mehr wie ein echter Mensch interagieren. Ich sehne mich nach jemandem, der mir wieder das Gefühl vermitteln kann, dass ich wirklich lebe, dass ich keine Hülle ohne Kern bin...
Ich habe lange nicht geschrieben. Viel zu lange. Auch nicht als es mir dreckig ging. Naja jetzt versuche ich es nochmal.
Seit dem Beginn des Semesters hat sich ein kleines mieses Vieh bei mir eingeschlichen. Zuerst habe ich es toleriert, links liegen gelassen. Ich dachte es würde sich vielleicht jemand anders suchen. Aber es blieb und breitete sich immer weiter in mir aus. Und jetzt wo es sich wohl fühlt, will es auch nicht mehr weg. Ja die Einsamkeit wohnt jetzt mit mir.
Früher habe ich Einsamkeit als etwas schönes empfunden. Als Gegenpol zu täglichen sozialen Interaktionen (die mich übrigens überfordern). Aber mittlerweile ist es ein Dauerzustand geworden.
Ich glaube es begann als meine Mitbewohnerin und beste Freundin in eine Beziehung kam. Ich freute mich für sie und auf der anderen Seite wusste ich, dass mir damit ein Stützgerüst Stück für Stück zusammenbrechen wird. Tja mittlerweile genießt sie ihr Leben, geht feiern, trifft sich mit neuen Leute und hat Spaß.
Währenddessen sitze ich Tag für Tag, Stunde um Stunde hier an meinem Schreibtisch. Ich plane, schreibe, dokumentiere und lerne. Mein Tag besteht aus 8-12 Stunden die ich alleine mit Praktikas und Vorlesungen verbringe. Wenn ich nach Hause komme, geht es weiter. Irgendwann gegen um zehn gehe ich dann schlafen,damit ich am nächsten Tag auch wieder genauso viel leisten kann.
Nur zur Erinnerung: meine Mitbewohnerin genießt ihre Jugend in vollen Zügen.
Ich kann ihr nicht die Schuld dafür geben, dass wir uns voneinander entfernen. Ich bin es ja, die sich Tag für Tag mehr abschottet, weniger spricht und aufhört sich für ihre Geschichten zu interessieren.
Und so muss ich verzweifelt feststellen, dass die Einsamkeit sich nicht mich ausgesucht hat, sondern dass ich ihr Tür und Tor geöffnet habe.
Doch nicht nur von meiner Mitbewohnerin habe ich mich distanziert. Jeden Tag bin ich von genügend Menschen umgeben, die dasselbe Studium durchstehen müssen. Einige davon würde ich sogar vorsichtig meine Freunde nennen. Doch auch unter ihnen fühle ich mich nicht zu Hause. Ich fühle mich nicht, als wäre ich in Gesellschaft, sondern als würde ich schauspielern. Mit einer Maske überm Gesicht zeige ich Emotionen, doch eigentlich interessiert es mich gar nicht. In Wahrheit sprechen sie mit einer Kunstfigur und ich bin faktisch allein.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt könnte man meinen. Doch so ist es nicht. Ich habe das Gefühl, als könnte ich nicht mehr wie ein echter Mensch interagieren. Ich sehne mich nach jemandem, der mir wieder das Gefühl vermitteln kann, dass ich wirklich lebe, dass ich keine Hülle ohne Kern bin...
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